Nach Bush: Das Ende der Neokonservativen und die Stunde der Demokraten


 
Suerreich, superarm? das muss nicht sein!
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(REAL NAME)    Rezension bezieht sich auf: Nach Bush: Das Ende der Neokonservativen und die Stunde der Demokraten (Gebundene Ausgabe) Paul Krugman will mit seinem furiosen, auch für Wirtschaftslaien sehr verständlich geschrieben Angriff auf die Konservativen in den USA eigentlich nur eines erreichen - er will die Kluft zwischen Armen und Superreichen schließen. Und das Erstaunliche ist:

Seine Vorschläge:
+drastische Steuererhöhungen auf privates Einkommen und Unternehemsgewinne,
+ Stärkung der Gewerkschaften, die in den USA weit weniger zu sagen haben als unser, die allerdings auch ständig an Macht verlieren, und eine
+ allgemeine Krankenversicherung, die es in seinem Land nicht gibt.

Krugman's Vorschläge leuchten spontan ein. Weil sie (abgesehen von der Krankenversicherung) schon mal Realität waren. Unter Präsident Roosevelt im sogenannten New Deal. Der bescherte dem Land 30 Jahre lang vorher unbekannten Wohlstand. Durch eine ziemlich gleichmäßige Verteilung der Einkommen.

Der Wirtschaftsprofessor von der Uni Princenton, inzwischen weltweit bekannt durch seine klugen, oft sogar witzigen, immer kontrovers zu diskutierenden Kommentare in der International Herald Tribune, greift die positiven Erfahrungen Amerikas mit den New Deal auf und plädiert für einen neuen Versuch mit ihnen. Damit die Bill-Gates-Society nicht noch reicher wird, die Armen in den Ghettos endlich wieder die Chance bekommen, die die US-Verfassung ihnen verspricht. "Nach Bush" ist also eine scharfe, aber immer faire Polemik gegen die sogenannten NeoCons, die "neuen" Konservativen, denen Machterhalt für sich und ihre Sponsoren wichtiger ist als soziale Fragen.

Auf der anderen Seite ist "Nach Bush" ein brillant geschriebenes, wenn auch etwas trocken ins Deutsche übertragene Lehrbuch für alle, die sich mit Wirtschaft auseinandersetzen wollen oder müssen. Top-Manager, Politiker, Einfach-so-Interessierte. Und für Globalisierungsgener, owohl Krugman sich mit der Weltwirtschaft höchstens am Rande beschäftigt. Die Kämpfer gegen die globale Vernetzung können von ihm trotzdem lernen, dass es nicht auf einzelne Unternehmen ankommt, die nach Rumänien oder Indien auswandern, weil ihnen hier die Steuern und die Lohnkosten zu hoch vorkommen. Wichtiger ist, zumindest auf Dauer, dass eine Gesellschaft zusamenarbeitet, denn nur dann kreiert sie die nötigen Inventionen, um trotz Abwanderung der Global Player zu überleben. Und zusammenarbeiten können die Menschen der USA oer z. B. der EU nur, wenn die Gerchtigkeitslücke nicht zu groß wird. So wie zur Zeit auch bei uns.

Paul Krugman beschreibt das sehr eindringlich. Und glaubwürdig. Zumindest für alle, die die Ideen der amerikanischen Demokraten richtiger finden als die der Repubikaner unter Bush.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 18. Januar 2008
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